Studierendenprojekt mit der HTWK Leipzig

März 2024 |
zuletzt aktualisiert am 16. April 2024

Erfolgreiche Zusammenarbeit und Innovation: Einblick in ein Kooperationsprojekt zwischen Studierenden und Grundig Business Systems

In einer Zeit in der Technologie unaufhaltsam voranschreitet und die Grenzen des Möglichen ständig erweitert werden, ist die Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Ein herausragendes Beispiel für eine solche erfolgreiche Partnerschaft ist das kooperative Projekt zur Live-Untertitelung von Video-Streams, an dem Studierende der HTWK Leipzig und Grundig Business Systems gemeinsam gearbeitet haben. In einem Interview mit den beteiligten Studierenden, wurden wertvolle Einblicke in das Projekt, die Herausforderungen und die Erfolge noch einmal Revue passiert.

Warum habt Ihr euch für dieses Projekt mit Grundig Business Systems entschieden und was war das Ziel?

Wir empfanden dieses Projekt besonders ansprechend, da es uns einen großen Spielraum für Kreativität bot. Auch die klare Zielsetzung des Partners war ein Anreiz für die Teilnahme.
Unser Ziel war es, eine Echtzeitanwendung zu entwickeln, die es ermöglicht, einen Livestream automatisch zu transkribieren und die generierten Untertitel für eine bearbeitende Person korrigierbar zu machen. So soll der bestmögliche Untertitel bereitgestellt werden können.
 

Sind Sie neugierig auf unsere Ergebnisse geworden oder haben Interesse an Live-Transkription? Kontaktieren Sie uns gerne hier für ein unverbindliches Beratungsgespräch!
 

Beratungsgespräch vereinbaren

Welche Technologien und Methoden wurden für die Entwicklung des Minimum Viable Products (MVP) verwendet und wie war der allgemeine Ablauf des Projekts?

Für die Entwicklung des MVP haben wir Technologien und Methoden wie ASP.Net, Angular, SCRUM und Agiles Arbeiten, GitLab, Unit-Tests (nUnit/Jasmine), WebSockets und REST verwendet. Im ersten Semester wurden wir in entwicklungsspezifischen Technologien geschult und haben mit dem Design Thinking begonnen. Anschließend haben wir das MVP entwickelt und ausgeliefert. Im zweiten Semester haben wir uns auf die Weiterentwicklung bestehender Features und die Verbesserung der Codequalität konzentriert.

Welche technischen Herausforderungen traten während der Entwicklung auf? Wie wurden diese Herausforderungen bewältigt?

Eine Herausforderung war die Vernachlässigung der Codequalität in der Mitte des Projekts aufgrund von Zeitmangel. Diese konnten wir jedoch durch Refactorings, größere Code-Reviews und die gesammelten Erfahrungen der Entwickler*innen bewältigen. Auch weitere aufkommende Probleme konnten zusammen mit dem Partner gelöst werden.

Wie empfandet ihr die Zusammenarbeit mit Grundig Business Systems und wie wurde Feedback in die Weiterentwicklung des Produkts integriert?

Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und auf Augenhöhe. Besonders schätzten wir die Flexibilität und die schnelle Kommunikation. Das Feedback wurde meistens als Feature in das Produkt integriert. Wir haben zwischen Features mit Prioritäten 1-3 unterschieden, wobei 1 für sehr wichtig (Core-Feature) und 3 für weniger wichtig stand.

Was waren die wichtigsten Lernerfahrungen und Erfolge aus diesem Projekt?

Durch das Projekt wurde deutlich, wie wenig planbar die Entwicklung einer Software letztlich ist, da relevante Erkenntnisse meist erst während der Entwicklung erkannt werden. Nur durch ein kompetentes und motiviertes Team mit klaren Rollen und offener Kommunikation konnten wir gemeinsam zum Ziel gelangen. Besondere Erfolge waren der Abschluss des Projekts, die Abgabe des MVPs, sowie das Erlernen von guter Kommunikation und Teamzusammenhalt.

Was ist euer Fazit zu den wichtigsten Erkenntnissen und Ergebnissen des Projekts?

Das Backend konnte grundlegend umgesetzt werden und lässt sich einfach um neue Features erweitern. Das Frontend ist ebenfalls grundlegend umgesetzt, sollte jedoch noch um weitere Komfort-Features ergänzt werden.

Wie würdet ihr ihr das Projekt in einem Satz zusammefassen?

Eine tolle, spannende und äußerst lehrreiche Erfahrung, welche uns nicht nur fachlich herausforderte, sondern auch persönlich wachsen ließ!

Was ist eure persönliche Sichtweise auf die Bedeutung und potenzielle Zukunft von Live-Untertitelung von Video-Streams?

Live-Untertitelung von Video-Streams wird auch zukünftig eine große Bedeutung haben, zum Beispiel im Bereich von öffentlichen Debatten, nicht zuletzt da auch durch regelmäßig lautes Musik hören die Zahl der Hörgeschädigten im Alter wahrscheinlich deutlich zunehmen wird. Durch eine Software wie die des Projektes, kann somit einer breitgefächerten Gruppe an Menschen der Zugang zu qualitativ hochwertigem Journalismus und Informationen ermöglicht werden. 

Für uns bei GoSpeech stand im Zuge des Projektes vor allem eines im Vordergrund: Die Förderung von Ideenaustausch und Innovation durch vielfältige Perspektiven. Entwickler*innen, die bisher nicht im Bereich der Spracherkennung tätig waren, brachten neue Blickwinkel ein, wodurch Rekombinationen ermöglicht wurden und somit ein grundlegender Pfeiler für digitale Innovationen geschaffen werden konnte. Zusätzlich wollten wir als Partner, Studierenden praxisnahe Erfahrungen bieten und ihre Ideen potenziell in unsere Bestandssoftware integrieren. Wir danken den Studierenden der HTWK Leipzig für die spannende Zusammenarbeit und freuen uns auf zukünftige innovative Kooperationen mit Bildungseinrichtungen!